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Athen | Meteora | Papingo – Unser Weg zurück in den Norden

Man man man – 36 Grad und es wird noch heißer… mach den Beat nie wieder leiser….
Diesen Song hatte ich in Griechenland nur noch im Ohr. Während in der Nacht kuschlige 36 Grad Celsius waren, herrschten am Tag über 40. Jede Bewegung oder nicht Bewegung endete also im endlosen Schwitzen. Das war richtig anstrengend. Trotz alledem wollten wir uns auf dem Weg in Richtung Nordeuropa noch einige schöne Orte anschauen, die uns empfohlen wurden. Diese Orte möchte ich euch in diesem Beitrag kurz vorstellen.

Athen

Wir gönnten uns bei Costas einen Tag frei und fuhren an diesem Tag nach Athen. Mit Bus und Zug fuhren 2 Stunden bis wir in Athen ankamen. Dabei war es natürlich unerträglich warm und der Bus voll mit Menschen. Wer öfter mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, der weiß was das bedeutet: Eine kostengünstige Sauna während der Fahrt mit viel Körperkontakt. In Athen angekommen, ließen wir uns durch die Stadt treiben. Von einem Schaufenster zum nächsten und von einem Coffeshop in den nächsten. Mit Eiscafe ging es dann an den Sehenswürdigkeiten vorbei in Richtung Akropolis. Hier gingen wir zur Mittagszeit in das dazugehörige Museum. Einer der Gründe war natürlich auch die Klimatisierung, aber auch das Interesse an der Akropolis. Hier haben wir uns die verschiedenen Fundstücke, wie auch Teile des Gebäudes anschauen können. Das Museum war dabei sehr modern aufgebaut und lud den Besucher zum verweilen und staunen ein. Wenn ihr also auch einmal in Athen seid, so lohnt sich ein Besuch in diesem Museum definitiv.
Nach der Abkühlung ließen wir uns wieder in das rege Treiben der Stadt zurückfallen. Wir gingen durch das wirklich schöne Viertel Plaka. Aber auch durch den National Garten und am Regierungsgebäude vorbei. Alles im allen hatten wir einen schönen Tag in Athen und haben einen guten Eindruck erhalten. Hier kann man auf jeden Fall jede Menge erleben und man kann es auch mit Berlin vergleichen. Leider fand ich Athen teilweise ziemlich dreckig und auch ist mir aufgefallen, dass alle Menschen ziemlich unglücklich aussahen. Aber das kann auch einfach auf Grund der Temperaturen gewesen sein. Ihr solltet euch auf jeden Fall selbst ein Bild von dieser riesen Stadt machen. Die Flugverbindungen sind ja ziemlich gut von Deutschland.

Meteora

Nach Athen hieß es für uns dann auch aufbrechen. Es musste weiter gehen. Wir waren darauf getriggert, dass es Zeit war das schöne Lagonisi zu verlassen und nach Meteora zu fahren. Dieser Ort wurde uns von Costas und Naomi empfohlen. Ein sehr beeindruckender Ort haben sie beide gesagt, der viele Energien für uns bereithalten soll. Also fuhren wir an diesen energiegeladenen Ort. 600 Kilometer und eine Tankfüllung später sind wir in Meteora angekommen. Die Berge und Fels Strukturen erinnern uns schon stark an die Sächsische Schweiz. Da packt einem ja schon das Wanderfieber. Also gingen wir den ersten Tag los voller Motivation und Wanderlust. Aber die hielt gar nicht so lang an, da der Weg sich zu verlaufen schien und eine Ausschilderung fehlte. Als wir einem der sehr schmalen Wege folgten stießen wir dann auf eine Hundeleiche. Das hat mich so erschrocken und geschockt, dass wir den Rückweg antraten. Die Details dazu werde ich euch an dieser Stelle ersparen. Am nächsten Tag versuchten wir es noch einmal. Diesmal mit Verstärkung. Mit einem Pärchen aus Graz wollten wir einige Kletterfelsen erkunden und vielleicht gemeinsam die verrückte Kletterei probieren. Also wanderten wir auch hier gemeinsam in den wilden Wald. Doch auch hier verlor sich der Weg ganz schnell. Aber diesmal gaben wir nicht auf und es hat sich gelohnt. Wir hatten viele wundervolle Aussichten auf die Felstürme und Klöster. Diese konnten wir übrigens leider nicht von innen besuchen, da mein Reise – Kleiderschrank nicht einen langen Rock dabei hatte. Frauen müssen in Klöstern nämlich die Schultern bedecken und der Rock muss über das Knie gehen. So eine Länge habe ich leider nicht. Naja auf jeden Fall hatten wir eine aufregende Wanderung durch viele enge Wege und etwas Kletterei war auch dabei. Am Ende haben wir es sogar zu einem kleinen Rundweg geschafft. Die Felsen zum Klettern haben wir jedoch nicht gefunden. Einen Tag wollten wir uns noch Zeit nehmen um die Kletterei zu testen. Also fuhren wir zu einem weiteren Spot den wir dann auch recht schnell fanden. Und hier konnten wir die verrückte Kletterei am Konglomerat testen. Es war wie in der Kletterhalle. Aus der Wand ragten jede Menge Kiesel heraus die man als Tritte und Griffe nutzen konnte. Ehrlich gesagt hatte man immer etwas Angst, das ein Kiesel heraus brechen könnte, aber die hielten erstaunlicher Weise. Nach dieser ersten Mehrseillänge war leider keine Zeit mehr für mehr Kletterei. Also fuhren wir zu einem Aussichtspunkt ganz oben in den Bergen und genossen mit 100 anderen Menschen den Sonnenuntergang. Am nächsten Tag sollte die Reise für uns dann schon weiter gehen, aber nicht ohne noch einmal zu klettern. Wir fanden eine harte Route in der schon die Expressen eingehangen waren. Ich weiß man soll die Fremden Exen eigentlich nicht nutzen, aber wir mussten die Route unbedingt testen. Jedoch sind wir kläglich daran gescheitert, wahrscheinlich war es eine Route im achten Grad. Was nicht unserem Schwierigkeitsgrad entspricht, aber in diesem Grad einmal projektieren zu dürfen, bereitet mir immer wieder Freude. Hier geht es mir darum, die einzelnen Züge zu erforschen und nach ständigen probieren endlich zu schaffen. Das saugt einem so herrlich die Kraft aus dem Körper das man die Route nicht schafft. Aber es macht richtig Spaß. Leider hatten wir keinen Kletterführer um zu schauen was es wirklich für ein Grad war, aber Spaß hatten wir jede Menge. Nach der halben Tour an dieser Wand ging unsere Fahrt weiter nach Papingo. Wir haben hier übrigens wieder wilde Schildkröten gesehen. Leider haben wir die Energien nicht so krass gespürt, dafür aber unsere Finger vom Klettern.

Papingo

Wir lassen uns gern von anderen Reisenden Orte empfehlen. Meisten haben wir mit diesen Orten ja Glück und sie sind wirklich schön. So wie in Papingo. Hier findet ihr Weltweit eine einmalige Schlucht. Diese ist nämlich dafür, dass sie so schmal ist besonders Tief. Eine atemberaubende Sicht erschließt sich hier einem, bei der Fahrt nach Papingo. Das ist das Dorf, welches an der Schlucht liegt. Es ist sehr klein und wirklich alt. Man muss es einfach mögen. Alle Menschen hier sehen so Glücklich und zufrieden aus und die Touristenscharren halten sich auch in Grenzen. Hier kann man gemütlich durch das Dorf laufen und sich in den Bann der kleinen Gassen ziehen lassen. Einen leckeren Café kann man natürlich auch genießen oder andere vorzügliche Dinge. Die Fahrt in das Dorf fand ich auch sehr aufregend. An der einen Seite der Straße befand sich die Tiefe Schlucht und auf der anderen Seite ist der Straßengraben. Auf die Straßen passen gerade 1,5 Autos und es geht stetig Bergauf. Enge Serpentinen führen das Auto langsam auf dem Kamm des Berges und später wieder herunter. Man fährt an kleinen Steinbrücken vorbei und fährt auch über eine super enge und sehr dünne Brücke herüber. Ich dachte ja, die kann Nyls nicht aushalten und musste meine Augen zuhalten. Aber es lief alles gut und wir sind nicht in den rauschenden Fluss darunter gefallen. Alles im allen ist dieser Ort einen Besuch wert. Man kann sich hier ganz gut ein bis zwei Tage vertuen. Aber einen ganzen Urlaub kann man hier nicht füllen. Nach diesen letzten Stopp in Griechenland war es Zeit sich zu verabschieden.
Jetzt geht die Reise in die Slowakei.
Viele Grüße
Sarah

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